Der Zug
Оригинал
Schaukelt, der Zug, federt schwingend,
Schneewehn der Ebene stieben.
Gürtelgleich schlängelnd, sich schlingend,
saust er, vom Winde getrieben.
Fädchen flog aus, möchte wehen,
könnte verknoten sich kläglich.
Schwer ist's, aus Sodom zu gehen,
ist sich nicht umzudrehn möglich?
Abschiedsgeruch noch, verspätet.
Tabakrauch zieht, nicht vom besten.
Unsichtbar tönt eine Flöte.
Schaukelnd der Zug eilt nach Westen.
Frösteln im warmen Abteile,
draußen mehr Schwanken als Stehen,
und ein Profil auf der Scheibe
scheint durch die Landschaft zu wehen.
Fahrt durch feudale Provinzen.
Vorstädte, freies Gelände...
Schlaflied für milchsatte Prinzen
summt überm Liegebankende.
Abschied zu nehmen: Verhängnis,
Zukunft ist nicht mehr zu wählen.
Und in der Reise Bedrängnis
tränenlos weint nun die Seele.
1994
Übersetzung aus Russisch von Erich Ahrndt
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