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Begegnung
Für Olga Borissowa
Оригинал
Des Flusses grüne Strömung in der öden Bucht
spült Späne an und Federn – Unrat, wie wir’s nennen...
Dort steht dein Häuschen – wann weht es der Wind zu Bruch? –
mit einem einz’gen Fenster nur und schiefen Wänden.
Die Harzholzschwelle ist vor Feuchte schwarz und matt,
das Strohdach – denn an Schindeln fehlt’s – hat arg gelitten.
Ich murmle schon, dass alles eine Grenze hat,
in dem Moment kommst aus der Türe du geschritten.
Noch eh ich das Geschick beklag – mein Herz ist schwer –,
stehst vor dem Haus schon du mit deinem Schweigen lange...
Dich muss behüten, glaub ich, und bewahren Gott der Herr.
Ihm ist um sein Geschöpf, so sieht es aus, nicht bange.
Die Fichten und den Fluss, die Wolken, weit im Blick,
und dich dazu, dich, die aus Ton, aus Schaum geboren,
zu einem Teppich flicht es dieser Augenblick,
von der Natur für uns als ihr Geschenk erkoren.
Solange deines Schicksals Faden Gott der Herr
nicht löst aus dem Gewebe, wird er dich behüten.
Am Ufer sanft sich schaukelnd, strömt der Fluss einher,
zu dir und durch dich hin,
an uns vorbei, vorüber...
Übersetzung aus Russisch von Erich Ahrndt
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